Psychosoziale Beratung in der Welcome Lounge

In der Welcome Lounge gibt es ein neues Angebot für die psychosoziale Unterstützung von Geflüchteten, und zwar in deren Heimatsprachen (persönlich unter anderem in Arabisch, Kurdisch und Dari/Farsi; online auch in Tigrinya und weiteren Sprachen).

Die Organisation IPSO – International Psychosocial Organisation bietet immer montags von 18-19 Uhr eine offene Sprechstunde in der Welcome Lounge an, in der Interessierte sich über das Beratungsangebot informieren und bei Bedarf auch Einzeltermine mit einem muttersprachlichen Berater vereinbaren können.

Hier geht’s zum mehrsprachigen Flyer!

Nachbarschaftspreis des Hamburg Airports gewonnen

Mit der Welcome Lounge am Wiesendamm, die seit Juli 2016 ein offener Begegnungsort von Ehrenamtlichen und Geflüchteten im Stadtteil ist, haben wir uns beim neu ins Leben gerufenen Nachbarschaftspreis des Hamburg Airport beworben.

Ende November war es dann so weit: In einer feierlichen Übergabe durch FlughafenGeschäftsführer Michael Eggenschwiler konnten wir 500,- Euro Preisgeld entgegennehmen. Unter mehr als 40 Bewerbungen haben wir mit eurer Hilfe den zehnten Platz erreicht. Das Preisgeld wird in Projekte und Veranstaltungen in der Welcome Lounge investiert, um das Angebot rund um Job- und Berufsberatung, Deutschkurse, interkulturellen Austausch weiter auszubauen und aufrechtzuerhalten.

 

© Michael Penner
© Michael Penner

 

Mitvoten beim Nachbarschaftspreis des Hamburg Airports

Nachbarschaftspreis

Wir brauchen eure Hilfe: Nadine vom Presseteam hat eine Bewerbung für den Nachbarschaftspreis des Hamburg Airports eingereicht. Wir haben die Möglichkeit ein Preisgeld zu gewinnen, falls wir beim Voting auf den vorderen Plätzen landen. Also gleich hier voten: http://www.hamburg-airport-bewegt.de/project/welcome-to-barmbek/ Dann bekommt ihr eine Email, die ihr bestätigen müsst. Und das war es schon. Hier könnt ihr unseren Antrag einsehen: http://www.hamburg-airport-bewegt.de/bewerbung/

 

Der Verein zur Initiative: Jetzt Fördermitgliedschaft bei Welcome to Barmbek möglich

Gut zweieinhalb Jahre gibt es die Flüchtlingsinitiative Welcome to Hamburg Barmbek – jetzt haben zehn Aktive einen gemeinnützigen Verein gegründet. Welcome to Barmbek e.V. erfüllt vor allem organisatorische Zwecke im Hintergrund, insbesondere eine leichtere Handhabung der Finanzen.
„Inhaltliche Aufgaben übernimmt der Verein nicht“, betont Stephan Peiffer, der zusammen mit Michael Midiau und Oliver Tiemens in den Vorstand gewählt wurde. „Jede Person, die unsere Grundsätze unterstützt, kann sich weiterhin bei uns engagieren, ohne dem Verein beizutreten.“ Neu ist jetzt allerdings die Möglichkeit, Welcome to Barmbek als Fördermitglied zu unterstützen.
„Gerade diejenigen, die derzeit keine Möglichkeit haben, sich aktiv an unserer Arbeit zu beteiligen, haben dadurch die Chance, einen Beitrag zu leisten“, so Peiffer. „So können wir die Arbeit der Freiwilligen absichern, Anschaffungen tätigen und Lücken bei Projekten schließen, für die wir keine anderen Fördermittel gewinnen konnten.“

Sie möchten uns unterstützen?

Einfach auf unser Konto spenden oder Fördermitglied unseres gemeinnützigen Vereins werden. Spenden und Beiträge können steuerlich geltend gemacht werden.

Unsere Konto-Nr.: Welcome to Barmbek e.V. IBAN DE84 2019 0003 0077 2521 01
BIC GENODEF1HH2. Oder an verein@welcome-to-barmbek.de schreiben.

 

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Ein paar Worte zum Anschlag in Barmbek

Am Freitag, den 28. Juli,  hat uns Barmbekerinnen und Barmbeker die Bluttat in einem Supermarkt erschüttert. Die Verblendung eines jungen Mannes hat einen Unbeteiligten das Leben gekostet, andere kämpfen noch mit den Verletzungen, die der Mann ihnen zugefügt hat. Wir denken an die Verletzten, die Hinterbliebenen, die Angehörigen und diejenigen, die die Tat unmittelbar miterleben mussten.Wir bedanken uns bei den mutigen Passanten, die den Täter überwältigten und weitere Verletzte verhinderten.

Barmbek ist keine gewaltlose Insel, aber Barmbek hat Bürger mit Zivilcourage. Ja, auch unter den Eingewanderten sind leider Gewalttäter. Wer sich strafbar macht, verdient das, was unseren Rechtsstaat ausmacht. Einen Strafprozess.

Wir fühlen uns Barmbek verbunden, wollen dazu beitragen, dass mehr Menschen aufeinander achten, sich gegenseitig stärken für eine offene gewaltfreie Gesellschaft.

Frauenradfahrkurs – ein voller Erfolg

Sechs Frauen aus den Unterkünften Hufnerstraße und Heinrich-Hertz-Straße haben es geschafft:   Sie können jetzt Fahrradfahren

In 20 Stunden haben sie es bei der  Ergotherapeutin und Radfahrlehrerin Felicitas Gierse gelernt. Durchgeführt wurde der Kurs in Kooperation mit dem Jugendtreff Jarrestadt. Die Finanzierung  (200,00 Euro pro Teilnehmerin) war durch eine Spende der Epiphaniengemeinde am Wiesendamm  möglich.

Die welcome-to-barmbek Ehrenamtlichen Isabel Kühn und Jutta Haedge, haben die Frauen begleitet: Erst einmal ging es darum, den Gleichgewichtssinn zu schulen. Das wurde mit extra dafür hergestellten Rollern trainiert. Am dritten Tag ging es dann auf die 20Zoll Lernfahrräder.

Mit Einfühlungsvermögen und Humor hat Felicitas Gierse jede der Frauen in ihrem eigenen Lerntempo die Scheu vor dem Fahrradfahren genommen.

Jutta:
Am letzten Tag sind wir alle gemeinsam in den Stadtpark geradelt und haben so einige Aufmerksamkeit auf uns gezogen.
In einer kurzen Pause kam eine Spaziergängerin mit Hund auf uns zu und erkundigte sich über unsere “Parade”. Als sie erfuhr, dass das ein Frauenradfahrkurs unter  Mitwirkung von  welcome-to-barmbek ist, bot sie uns spontan ein Fahrrad an, welches sie ungenutzt im Keller stehen hat.

Welcome to Barmbek bei Help Here

Ihr findet Welcome to Barmbek ab sofort auch bei Help Here.

Help Here ist eine neue soziale Plattform, die wie ein schwarzes Brett funktioniert. Dort haben wir unsere Bedarfe aus den einzelnen Unterkünften aufgelistet – auf einem Blick! Ob Hilfe beim Bewerbungen schreiben im WiFi Café, Unterstützung der Tafel in unserer Unterkunft im Tessenowweg oder Sachspenden für die Welcome Lounge: Schreibt uns gerne dort oder hier an und wir stellen den Kontakt her.
Wir freuen uns auf eure Anfragen und euer Feedback!

Zum Bedarf von Welcome to Barmbek geht es hier.

Interkultureller Austausch in der Welcome Lounge

Der Duft von Kaffee und Spekulatius durchzieht die Welcome Lounge am Wiesendamm. Am Kickertisch herrscht reges Treiben, gerade ist ein Tor gefallen. In der Sofaecke des Aufenthaltsraumes sitzen 15 Geflüchtete aus Eritrea mit dicken Mappen und Ordnern auf dem Schoß. Sie warten auf Al-Amin, den Sprachmittler für ihre Muttersprache Tigrinya. Ohne ihn können sie sich über die komplizierten Behördenangelegenheiten mit den Helferinnen und Helfern von Welcome to Barmbek gar nicht oder nur schwer verständigen. Eritreische Geflüchtete während eines gemeinsamen Frühstücks bei Fragen rund um Amtsgänge oder die Job- und Wohnungssuche zu beraten: Das war die ursprüngliche Idee von Welcomer Ulli, als er den interkulturellen Austausch zusammen mit Mürsel vom Projekt Globus im Herbst 2015 am Dulsberg ins Leben rief. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass die Männer und Frauen oft dringlichere und grundlegendere Anliegen haben: Es geht vielfach um Kommunikationsprobleme und Verständigungsschwierigkeiten in den Unterkünften und in der letzten Zeit sehr oft um die Verhinderung von Abschiebungen nach der Dublin-III-Verordnung. Diese regelt, dass ein Geflüchteter in dem Staat Asyl beantragen muss, in dem er die EU erstmals betreten hat. Meist ist das Italien, wo die Versorgung der Geflüchteten sehr schlecht ist und in vielen Aufnahmelagern unzumutbare Zustände herrschen. Gemeinsam mit Al-Amin sowie Studierenden der Uni Hamburg, die an dem Projekt im Rahmen eines Praktikums oder eines Seminars teilnehmen, hören die Helferinnen und Helfer von Welcome to Barmbek den Menschen zu. Sie erklären ihnen die Briefe, die sie vom Amt erhalten haben, setzen Schriftstücke für sie auf, führen Telefonate und begleiten sie zu Ämtern und Ärzten. Finanziert wird das Projekt aus dem Verfügungsfonds Flüchtlingshilfe des Bezirks Hamburg-Nord. Die Nachfrage ist groß. So groß, dass der Raum, den die Zinnschmelze für den Frühstückstreff montagvormittags zur Verfügung gestellt hatte, mittlerweile zu klein geworden ist und ein zweiter Termin am Donnerstagnachmittag eingerichtet wurde. Seit dem 14. November findet der interkulturelle Austausch daher in der Welcome Lounge statt. Immer montags in der Zeit von 10 bis 12 Uhr sowie am Donnerstag von 15.30 bis 17.30 Uhr sind Al-Amin, Helga, Marvin, Ulli und andere vor Ort und beantworten Fragen. Einige der Geflüchteten kommen regelmäßig und bereits über Monate hinweg zu den Treffen. „Hier wird ihnen zugehört, hier fühlen sie sich verstanden oder können auch einfach nur miteinander abhängen“, erklärt Ulli. Inzwischen hat der interkulturelle Austausch am Donnerstag oft mehr als 30 Besucherinnen und Besucher. Mit viel Einsatz und Engagement setzt sich die Gruppe für die Rechte der Geflüchteten ein und vermittelt sie an Organisationen und Kooperationspartner, die ihnen bei ihren spezifischen Anliegen weiterhelfen können. Mit Erfolg: So hat das Team vom interkulturellen Austausch unter anderem erreicht, dass sich in einer Erstunterkunft die eritreischen Bewohner nun alle zwei Wochen mit einem Dolmetscher treffen, um ihre Interessen besser vertreten zu können. Und in mehreren besonders schwierigen Fällen konnte das Team ein Kirchenasyl für Geflüchtete erwirken.

Infostand freitags auf der Fuhlsbüttler Straße

Welcome to Barmbek steht ab sofort wieder jeden Freitagnachmittag mit einem Infostand auf der Fuhlsbüttler Straße. Von 16:45 bis 18 Uhr sind sie vor dem Grünstreifen bei McDonald‘s anzutreffen (außer an Feiertagen, in Urlaubszeiten oder bei strömendem Regen). „Wir versuchen, mit Passanten ins Gespräch zu kommen oder ihnen Flyer mitzugeben“, schreibt uns Oliver. „So können sie mit uns Kontakt aufnehmen und sich gegebenenfalls engagieren.“

Besucher sind am Infostand herzlich willkommen! Auch Flyer aus den verschiedenen Unterkünften könnt Ihr den beiden gern zukommen lassen.

Infoabend & Plenum “Welcome to Barmbek”

Welcome to Barmbek Plenum

Zwei Jahre „Welcome to Barmbek“

Am 23. Februar haben wir einen Infoabend in der Zinnschmelze veranstaltet. Dabei sind wir zusammen mit über 50 aktiven Ehrenamtlichen und Neu-Aktiven den Fragen nachgegangen, was sich in der Flüchtlingsarbeit getan hat und wie es für uns weiter geht. Denn in den zwei Jahren hat sich einiges in unserem Stadtteil verändert: Erstaufnahmen wurden geschlossen, Folgeunterkünfte wurden oder werden erweitert, eine Reihe von Geflüchteten hat es geschafft eine eigene Wohnung zu finden, in Arbeit oder Ausbildung zu kommen. An vielen Orten in Barmbek finden außerhalb der Unterkünfte Aktivitäten gemeinsam mit Geflüchteten statt. In der Welcome Lounge am Wiesendamm betreiben Geflüchtete zusammen mit Ehrenamtlichen an sechs Abenden in der Woche einen offenen Begegnungsort.

Doch weiterhin brauchen Geflüchtete Unterstützung, um sich in der neuen Lebenssituation zurecht zu finden. Das geht nur mit engagierten Helfern aus dem Stadtteil. Doch was können Interessierte tun? Wir haben an diesem Abend eine Zwischenbilanz gezogen und die verschiedenen Betätigungsfelder unserer Freiwilligenhilfe weitergedacht. Sprecht uns gerne bei Fragen an.